Wissenschaftsjournalist

Als freischaffender Wissenschaftsjournalist schreibe ich für higgs.ch, die NZZ am Sonntag, Tages-Anzeiger, Süddeutsche Zeitung, WIRED, natur, Vivai, ecolife, oliv, Horizonte. Zu meinen Hauptthemen gehören Ökologie, Artenvielfalt, Klima, Ernährung und Landwirtschaft. Wie dieses Beispiel zeigt, bin ich dabei nicht nur auf den Wissens-Seiten sichtbar, sondern schaffe es ab und zu auch auf die Front.


Reaktionen meiner Leser

«Ich schätze diesen Text sehr - Inhalt, Aufbau, Erzählstil: wunderbar! Mein Kompliment.»

zu Unordnung ist Leben

«Lieber Herr Bieri, Ihr Artikel in der heutigen NZZ am Sonntag (Fett) war toll! Super geschrieben. Freu mich schon auf das nächste Stück unterhaltsame Wissenschaft.»

zu Fett und nützlich

«Sehr interessanter und unterhaltsamer Beitrag. Danke!»

zu Wieviel Welt darf es sein?


Neuste Artikel

Abstimmen für das Wissenschaftsbuch des Jahres

«Natur aus den Fugen?» hat es in Österreich auf die Shortlist des Wissenschaftsbuch des Jahres geschafft. Jetzt entscheiden die Leser, wer gewinnt. 

 

Bitte stimmt ab: wissenschaftsbuch.at 

Urzeitkrebse züchten

Diese Folge von Atlant&Arin handelt von den coolsten Haustieren, die es gibt. Es sind die Salzkrebschen oder eben Urzeitkrebse. Sie heissen so, weil sie bereits zur Zeit der Dinosaurier durch die Salzseen schwammen.

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Planetenweg bauen

Eine neue Folge von Atlant&Arin ist da. Dieses Mal bauen wir zusammen ein Sonnensystem und legen es über Pfäffikon.

Experimente mit Knalleffekt

«Atlant&Arin» ist mein neuer Experimentierkanal. Mein Sohn (8 Jahre) und ich zeigen einmal pro Monat ein Experiment, das Kinder mit einfachen Utensilien aus dem Haushalt oder dem Detailhandel durchführen können. Wir bauen Raketen, reisen durch das Sonnensystem oder züchten Salzkrebschen.

 

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Die Filme werden vom Team von Beat Glogger produziert mit der Unterstützung von der Gebert Rüf Stiftung.

 

Die Invasion der Lebewesen

Invasive Arten sind eines der grössten Umweltprobleme. Angetrieben vom internationalen Handel reisen Tiere und Pflanzen um die ganze Erde und bringen die Natur durcheinander.

Die Asiatische Hornisse hat kürzlich die Schweizer Grenze überquert. Sie ist eine Gefahr für die Honigbiene.
Die Asiatische Hornisse hat kürzlich die Schweizer Grenze überquert. Sie ist eine Gefahr für die Honigbiene.

Sie reisen mit dem Lastwagen, dem Frachtschiff oder gar mit dem Flugzeug. Wo sie hinkommen, zerstören sie Häuser, übertragen Krankheiten, überwuchern Felder, Wiesen und Wälder und verändern ganze Ökosysteme. Invasive Arten sind auf dem Vormarsch und zählen inzwischen zu einem der grössten Umweltprobleme unserer Zeit.


Dass Tiere und Pflanzen mit Hilfe des Menschen Kontinente, Wüsten und Ozeane überwinden ist an sich nichts neues. Das gibt es, seit sich vor zweitausend Jahren der Handel entlang der Seidenstrasse etabliert hat. Neu ist die Geschwindigkeit, mit der die Arten von einer Weltgegend in die nächste gelangen.


Die Zahl der so genannten exotischen oder der nicht-heimischen Arten stieg über die Jahrhunderte exponentiell an, wie Hanno Seebens, Umweltwissenschaftler am Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum in Frankfurt berechnete. Waren es im Jahr 500 nach Christus weltweit gerade mal 30 Arten, zählte man im Jahr 2000 bereits über 17 000 Arten, die ihre angestammte Heimat verlassen haben und sich irgendwo auf der Welt niederliessen. Und der Trend geht weiter
«Die Zahl der exotischen Arten wächst kontinuierlich als eine Folge der Globalisierung. Aufgrund der immer intensiveren Vernetzung nahezu aller Regionen der Welt durch Handel und Tourismus werden auch immer mehr Arten in fremde Länder gelangen. Da ein Ende der Globalisierung nicht in Sicht ist, ist auch ein Ende der Zunahme der exotischen Arten nicht zu sehen», sagt Seebens.
Zum Glück gliedern sich die meisten dieser Neuankömmlinge in die bestehenden Ökosysteme ein, ohne Schaden anzurichten. Doch manche von ihnen verursachen grosse Probleme. Sie breiten sich auf Kosten der heimischen Arten aus und werden damit «invasiv», so wie beispielsweise der Asiatische Marienkäfer. Er macht heute zwischen 60 bis 80 Prozent der Marienkäferpopulation der Schweiz aus.


Der grösste Treiber hinter der Ausbreitung von exotischen Arten ist der Handel. «Die meisten gelangen mit Containerschiffen in fremde Länder. Daneben werden viele Pflanzen über den Gartenbau eingeschleppt oder sie machen erst den Umweg über botanische Gärten, Parkanlagen oder Privatgärten und schaffen von dort den Sprung in Wiesen und Wälder», sagt Seebens. «An den Pflanzen und in deren Erde reisen beispielsweise Insekten mit. Anderen Spezies wie Amphibien oder Reptilien gelingt die Flucht aus der Haustierhaltung.»


Besonders betroffen sind Regionen, die schon lange in die globalen Handelsströme eingebunden sind wie Grossbritannien und deren ehemalige Kolonialgebiete USA, Australien oder Südafrika. Ebenso sind Inseln wie Hawaii oder Galapagos zu wahren Umschlagplätzen von invasiven Arten geworden. «Auf Inseln gibt es viele Pflanzen oder Tiere, die den europäischen Einwanderern wie Katzen, Ratten oder Ziegen wenig entgegenzusetzen haben», sagt Seebens.


In der Schweiz werden von den Kantonen allein für die Bekämpfung von invasiven Pflanzen gemäss einer Schätzung von Pro Natura rund 20 Millionen Franken ausgegeben. Dabei nicht miteinberechnet sind Gesundheitskosten, die beispielsweise durch die allergenen Pollen der eingeschleppten Pflanzenart Ambrosia verursacht werden. Umfassendere Berechnungen aus den USA ergaben, dass dort invasive Arten 120 Milliarden Franken pro Jahr an Kosten generieren.

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