Wissenschaftsjournalist

Als freischaffender Wissenschaftsjournalist schreibe für die NZZ am Sonntag, Tages-Anzeiger, Süddeutsche Zeitung, WIRED, natur, Vivai, ecolife, oliv, Horizonte. Zu meinen Hauptthemen gehören Ökologie, Artenvielfalt, Klima, Ernährung und Landwirtschaft. Wie dieses Beispiel zeigt, bin ich dabei nicht nur auf den Wissens-Seiten sichtbar, sondern schaffe es ab und zu auch auf die Front.



Reaktionen meiner Leser

«Ich schätze diesen Text sehr - Inhalt, Aufbau, Erzählstil: wunderbar! Mein Kompliment.»

zu Unordnung ist Leben

«Lieber Herr Bieri, Ihr Artikel in der heutigen NZZ am Sonntag (Fett) war toll! Super geschrieben. Freu mich schon auf das nächste Stück unterhaltsame Wissenschaft.»

zu Fett und nützlich

«Sehr interessanter und unterhaltsamer Beitrag. Danke!»

zu Wieviel Welt darf es sein?


Neuste Artikel

Den Mooren geht es schlecht

Die Hoch- und Flachmoore der Schweiz stehen seit 30 Jahren unter Schutz. Trotzdem trocknen sie aus, werden überdüngt und von Sträuchern und Bäumen überwuchert. Der Grund: es fehlt Geld für ihren Unterhalt.

Moorlandschaft bei Rothenthurm: Hier wurde 1987 Schweizer Umweltgeschichte geschrieben.
Moorlandschaft bei Rothenthurm: Hier wurde 1987 Schweizer Umweltgeschichte geschrieben.

Vor fast genau dreissig Jahren ereignete sich eine Sternstunde im Schweizer Umweltschutz. Am 6. Dezember 1987 nahm die Bevölkerung die so genannte «Rothenthurm-Initiative» an. Mit ihr verankerte das Volk entgegen dem Willen des Bundesrates den Schutz unserer Hoch- und Flachmoore in der Bundesverfassung (siehe Box). «Wenn wir das nicht gemacht hätten, dann wäre ein grosser Teil von ihnen verschwunden», sagt Werner Müller, Geschäftsführer des Naturschutzverbandes BirdLife Schweiz. Doch hier endet auch schon die Lobrede auf den grünsten aller Verfassungsartikel. Denn seither hat sich der Zustand der meisten Moore verschlechtert. Und ein Ende der Talfahrt ist nicht in Sicht.

 

Eigentlich ist die Schweiz das perfekte Land für die Bildung von Mooren. Als erstes braucht es einen zuverlässigen Nachschub an Wasser. Dank den Alpen, an denen sich immer wieder die Wolken stauen und dadurch abregen, ist dieser gesichert. Die zweite Zutat ist ein wasserundurchlässiger Boden. Hier haben die Gletscher aus der Eiszeit ganze Arbeit geleistet. Denn zwei Meter unter der Erde folgt eine Geröllschicht, die von den Tonnagen an Eis zu einer Art Naturbeton zusammengebacken wurde. Dieser verhindert oder verlangsamt zumindest die Versickerung des Regenwassers. Wenn es nicht nach unten kann, bleibt es eben oben und das Moor ist geboren.   

 

Noch vor 200 Jahren war die Schweiz der reinste Sumpf. Doch seither hat der Mensch Flussläufe korrigiert, Drainagen verlegt und Entwässerungsgräben gezogen. In der Folge wurden 90 Prozent der einstigen Moore trockengelegt und meist zu Ackerland umgewandelt.

 

Der verbleibende Rest von 1 524 Hektaren Hochmooren und 19 152 Hektaren Flachmooren sollten vom Bund und den Kantonen seit der Annahme der Rothenthurm-Initiative in ihren ursprünglichen Zustand bewahrt oder in ihn zurückgeführt werden. Das bedeutet jedoch viel Arbeit und damit viel Geld.

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Zurück in den Kreislauf

In der Schweiz boomt das Plastik-Recycling. Lange war es umstritten, doch nun zeigt eine Studie, dass es ökologisch sinnvoll ist, aus alten Tragtaschen und Milchflaschen wieder neue Plastikprodukte zu machen.

Das war mal Plastik-Müll: Kunststoff-Pellets sind ein weltweit begehrter Rohstoff.
Das war mal Plastik-Müll: Kunststoff-Pellets sind ein weltweit begehrter Rohstoff.
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So war Tyrannosaurus rex wirklich

Er besass die grössten Raubzähne aller Zeiten und das stärkste Gebiss aller Dinosaurier. Zu Fuss war er nicht der Schnellste, doch dafür war er so intelligent wie ein Hund. Portrait eines tierischen Superstars.

Der Name Tyrannosaurus rex hallt wie ein Donner durch die Kinosäle, Kinderzimmer und Labors dieser Welt. Kein anderer Dinosaurier hat sowohl auf der Filmleinwand als auch im Museum eine so glänzende Karriere hingelegt. Bis heute beflügelt er die Fantasie von Sechsjährigen und den Forschungseifer der Wissenschaftler gleichermassen. Letztere versuchen seit über hundert Jahren die grosse Frage zu beantworten: Wer war der Kerl eigentlich?


Beginnen wir mit dem Offensichtlichen. T. rex war ein Fleischfresser. Darüber gibt es keine Zweifel. Der Paläontologe Stephen Brusatte von der Universität von Edinburgh sagt: «Er hat Fleisch gefressen und zwar sehr viel davon. Möglicherweise mehrere Hundert Kilo pro Tag.»


Ein Blick ins Maul von T. rex offenbart uns rund sechzig spitze Zähne. Auf deren Vorder- und Rückseite gibt es eine Sägekante, mit der sich auch das zähste Sauriersteak wie Butter zerteilen liess. Es sind die mächtigsten Zähne, welche jemals ein Raubtier besessen hat. Die grössten von ihnen haben das Ausmass einer Banane.


Aber wozu brauchte er ein so massives Gebiss? Nur um ein paar saftige Rippchen aus der Seite eines Stegosaurus zu reissen? Die Antwort auf diese Fragen liefert das, was um die Zähne herum ist: der Kopf. Dieser war 1,5 Meter lang und war so schwer wie eine kleine Kuh. Er bestand vorwiegend aus Knochen und Muskeln.

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Die Invasion der Grundeln

Schwarzmeergrundeln breiten sich als invasive Art ungehindert im Rhein aus. Forscher und Behörden versuchen, das Tier aufzuhalten.

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Karte der Liebe für den Wolf

In der Schweiz stösst der Wolf grösstenteils auf Abneigung. Doch es gibt Gebiete, in denen ihm die Menschen mit Zuneigung begegnen. Wenigstens so lange, bis er tatsächlich dort auftaucht.

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