Atlant&Arin: Mit Globi unterwegs bei den Mikroben

Arin und Globi bei der Käseproduktion.
Arin und Globi bei der Käseproduktion.

Passend zu meinem neuen Globi Sachbuch über Mikroben dreht sich in der 4. Staffel von Atlant&Arin alles um diese winzigsten Lebewesen, die für unsere Gesellschaft und für die Umwelt so wichtig sind. Mit dabei ist natürlich auch Globi. Zusammen besuchen wir eine Kläranlage, eine Käserei und eine Bäckerei. Wir sind sogar im Wald unterwegs und schauen uns dort das WWW an – also das Wood Wide Web. Dazu gibt es in jeder Folge ein Experiment, das ihr zu Hause durchführen könnt. 

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Globi trifft sich mit Bakterien und Viren

In meinem neusten Globi Sachbuch lasse ich unseren Comic-Helden in die Welt von unfassbar kleinen Lebewesen eintauchen. Wir nennen sie Mikroben. Das sind Viren, Bakterien, Pilze, Archäen, Glockentierchen und viele mehr. Globi berichtet aus erster Hand über diesen Zoo gleich unter unseren Fingernägeln. Wie er das macht? Na, er schrumpft sich natürlich selbst auf die Grösse einer Bakterie. Er muss dabei höllisch aufpassen. Denn dort unten in der Welt des Superkleinen lauern viele Gefahren. Aber er trifft auch Freunde wie etwa die Mykorrhiza-Pilze, die ihm den Wald aus einer völlig neuen Perspektive zeigen. Klar, es gibt auch die ein oder andere Nervensäge, wie die Bakterien aus der Kläranlage. Die bei Laune zu halten ist für Globi gar nicht so einfach. 

Das Buch ist wie immer für die ganze Familie geschrieben. Es ist durch unzählige Interviews mit Expertinnen und Experten und Recherche vor Ort in Hochschulen, Käsereien, Kläranlagen, im Wald und in Labors entstanden und präsentiert damit das aktuelle Wissen zu Mikroben. Das Buch gibt es in der Buchhandlung oder online

Irgendwie ist er ein lustiger Typ

Der Schweizer Anbieter von Solartechnologie «Primeo Energie» hat ein Interview mit Arin und mir gemacht. Es ging vor allem um meine Arbeit als Globi-Autor (mit Arin als Assistent) aber auch um unsere Dreharbeiten für unseren Experimentierkanal auf higgs.ch. Arin meine über mich: «Irgendwie ist er ein lustiger Typ.» Wie es sich gehört, haben wir uns am Ende zusammen angezündet (keine Sorge, nur für 3 Sekunden). Zum Interview... 

 

 

Das Geheimnis der Reflexion

Für unsere jüngsten Fans haben wir eine Globi Energieshow zum Thema «Reflektoren» entworfen. Globi und ich erklären Kindergarten-Kindern, wie Reflektoren funktionieren und wie sie Sicherheit auf dem Schulweg bringen. Daneben gab es natürlich einige unserer Klassiker wie etwa die Wärmebildkamera (und den dazugehörigen Wärmeengel) sowie das Solarmobil-Rennen. 

Safari durch den Dschungel unter meinen Füssen

Vergesst die afrikanische Savanne, streicht die Antarktis von eurer Bucket List und löscht den Amazonas Regenwald aus eurer Ferienplanung. Wer einen Schritt in den Garten macht und sich auf eine Körpergrösse von sechs Millimetern schrumpft, erlebt das Abenteuer seines Lebens gleich vor der eigenen Haustür. 

Milben wie diese marschieren durch das Höhlensystem, das unmittelbar unter unseren Füssen beginnt. Auf ihrem Panzer trägt sie drei Vertreter einer zweiten, kleineren Art als blinde Passagiere.
Milben wie diese marschieren durch das Höhlensystem, das unmittelbar unter unseren Füssen beginnt. Auf ihrem Panzer trägt sie drei Vertreter einer zweiten, kleineren Art als blinde Passagiere.
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Nachtaktiv: Überleben in vollkommener Dunkelheit

Tiere besitzen Sinne und Fähigkeiten, mit denen sie auch in vollkommener Finsternis auf die Jagd gehen oder sich mit ihrer Liebsten zum Date verabreden können. 

Bild: Jürgen Mangelsdorf
Bild: Jürgen Mangelsdorf
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Tod eines Gletschers

Die Schweizer Gletscher schmelzen wegen des Klimawandels schnell ab. Bis zum Jahr 2100 könnten sie grösstenteils verschwunden sein. Der nächste auf der Todesliste ist der Pizolgletscher. Eine Sterbebegleitung in den Alpen. 

Der Wildsee ist ein beliebter Halt auf der Route zum Pizol. Die Farbe entsteht, weil die winzigen Gesteinspartikel das Licht streuen. Ganz hinten ist gerade noch der letzte Fleck des Pizolgletschers sichtbar.
Der Wildsee ist ein beliebter Halt auf der Route zum Pizol. Die Farbe entsteht, weil die winzigen Gesteinspartikel das Licht streuen. Ganz hinten ist gerade noch der letzte Fleck des Pizolgletschers sichtbar.
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Wein mit Salatnote

Höhere Temperaturen lassen Trauben schneller reifen, was das Aroma der Weine verdirbt. Forscher suchen nach einem Ausweg. Dieser führt wohl über den Gaumen. 

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Unterhosen für die Wissenschaft

2019 stiess ich bei Recherchen auf den Hashtag #soilyourundies. Unter ihm publizieren Farmer in Nordamerika und aus anderen Teilen der Welt, wenn sie Unterhosen auf ihren Feldern vergraben, respektive nach einem oder zwei Monaten wieder ausgraben. Wozu tun die das? Es ist eine einfache Methode, um die Bodenaktivität abzuschätzen und hilft den Farmern, die Qualität ihres Bodens zu beurteilen. Je zerfressener die Unterhose nach zwei Monaten ist, desto gesünder und belebter der Boden. 

Ich schlug der Gruppe von Marcel van der Heijden bei Agroscope vor, dieses Verfahren doch in der Schweiz ebenfalls einzuführen. Gesagt, getan. Der Tag des unterirdischen Lebens war geboren. Das Medieninteresse war riesig. Radio, Fernsehen und Zeitungen berichteten darüber. Zwei Jahre später ist aus dem einen Tag ein schweizweites Forschungsprojekt geworden. Seit dem Startschuss am 7. April wurden wir von den Medien förmlich überrannt. Es berichteten nicht nur Schweizer Medien, sondern auch deutsche, österreichische, englische – ja sogar in GhanaIndien und im arabischen Raum wurde die Story aufgegriffen. Boden ist langweilig? Nein, Boden ist Rock'n'Roll!

 

Hier ein besonders schöner Beitrag aus der Kindersendung logo! von ARD: 

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Wildbienen im Garten fördern

Viele Schweizer Wildbienenarten sind bedroht. Mit wenigen effektiven Massnahmen lassen sich diese Insekten im Garten oder auf Balkon und Terrasse fördern.

In der Schweiz gibt es 600 Arten von Wildbienen von der Erdhummel bis zur Schwarzen Mörtelbiene. Genau wie die domestizierte Honigbiene stecken auch sie in der Krise. Ihre Bestände sinken, weil unsere Landschaft immer weniger für Bienen geeignet ist. Darum eilen ihnen viele private Gartenbesitzer zu Hilfe. Nur, wie fördert man Wildbienen richtig?

 

Das bevorzugte und in Mode gekommene Mittel ist das so genannte Bienenhotel, das man auch unter dem Namen «Nisthilfe» oder «Wildbienenhotel» kennt. Dieses besteht meist aus einer Ansammlung von zusammengebundenen Bambusröhrchen, die von einem kleinen Dach bedeckt sind. Die Röhrchen sind eine Nisthilfe für die so genannten solitären Wildbienen. Bei diesen zieht das Weibchen ihre Brut alleine also ohne Hilfe eines Staates auf. Dazu bauen sie hintereinander mit einer Art Zement Zellen in die Röhren hinein. Normalerweise würden sie diese in einem alten Baumstamm anlegen, der von Insektenlarven durchlöchert worden ist. Doch zerfressene Baumstämme gibt es in unserer Landschaft nicht mehr so viele. Bienenhotels leisten hier Ersatz.

 

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Atlant&Arin bringen ein Roboter-Baby zur Welt

Atlant&Arin und Globi treffen den Roboter Lio

Trailer zur 3. Staffel von Atlant&Arin

Zwei Briefmarken für meine Globi Sachbücher

Die Schweizerische Post hat zwei meiner Globi Sachbücher mit je einer Briefmarke geehrt. Literatur zum Ablecken. 

Das Cover von «Globi und die Roboter» ziert die 85 Rappen Marke. 

Mit «Globi und die neuen Arten» darf man ab sofort A-Post Briefe verschicken. 


Schmetterlinge auf der Shortlist

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Globi und die Roboter

Mein neustes Globi-Sachbuch handelt von Robotik und Künstlicher Intelligenz. In diesem kurzen Video stellen euch mein Sohn und ich das Buch vor und berichten von unserer abenteuerlichen Recherche in Japan und der Schweiz. 

Lernen trotz Coronavirus

Wegen des Coronavirus gehen die Kinder nicht mehr in die Schule. Damit ihnen zu Hause nicht die Decke auf den Kopf fällt, zeigen mein Sohn Arin (10 Jahre) und ich täglich coole Experimente und Expeditionen aus dem Bereich NMG. Für alle, die Freude am freien Forschen und Lernen haben. 

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Hier eine Kostprobe. Wir schauen uns die Funktionsweise einer Kerze an und entdecken dabei, warum sie überhaupt leuchtet. 

Ein Lehrmittel für Schmetterlinge im Kopf

Besser als Blut aus der Konserve

Weil es zu wenig Spenderblut gibt, forschen Wissenschaftler an einem Ersatz. Dazu greifen Sie sogar auf Kühe und Krebse zurück.

Blutkonserven retten Leben. Daran gibt es keinen Zweifel. Doch wirklich gesund sind Blutspenden deswegen trotzdem nicht. Denn sie können zu vielen Komplikationen führen. Im schlimmsten Fall stirbt ein Patient sogar genau an dem Stoff, der ihm eigentlich das Leben hätte retten sollen. Denn eine Bluttransfusion ist wie eine Art Organtransplantation. Die Schwemme von körperfremden Eiweiss absorbiert das Immunsystem. In der Folge haben Bakterien ein leichtes Spiel, in den Körper einzudringen und Infektionen auszulösen. Dazu kommen Organschäden an Lungen, Nieren, Herz und Gefässen.

 

Aus diesen Gründen sind Forscher auf der Suche nach einem Ersatz für das Spenderblut. Ihr Traum ist eine Substanz, die lange haltbar ist, schnell in grossen Mengen produziert werden kann, für alle Menschen gleichermassen einsetzbar ist und keine Nebenwirkungen hat.

 

In den 1990er Jahren schien die Lösung greifbar nah zu sein. Damals haben Wissenschafter an der Verwendung des so genannten Perfluorocarbons als Blutersatz geforscht. Perfluorocarbon besteht aus Kohlenstoffketten, die vollständig mit Fluor-Atomen umhüllt sind. Diese Moleküle haben die Fähigkeit, genau wie das Hämoglobin des menschlichen Körpers, Sauerstoff an sich zu binden und wieder abzugeben.

 

Aufbereitet als Infusion wurde das Produkt erfolgreich bei Patienten getestet. Es hatte den Vorteil, dass es sich in grossen Mengen herstellen liess und beliebig lange haltbar war. Für den Einsatz in Katastrophen- und Krisengebieten ist das ideal. Doch bei den Zulassungstests haben die Probanden Nebenwirkungen beim Herz und im Magen-Darm-Trakt gezeigt. Daraufhin wurde das Zulassungsverfahren gestoppt.

 

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Weniger fett mit ganz viel Fett

Die ketogene Diät propagiert möglichst viel Fett und Fleisch zu essen. Das tönt paradox, doch mit genau diesem Rezept verlieren weltweit Hunderttausende ihre überflüssigen Pfunde. 

Jeremiah Peterson aus Montana ist in den späten Dreissigern und ein Star auf Instagram. Der Grund: Innert sechs Monaten hat er 45 Kilo abgenommen und dabei seinen Bierbauch in ein Sixpack verwandelt. Geschafft hat er das neben dem regelmässigen Krafttraining mit der so genannten ketogenen Diät. Sie sorgt derzeit für einen richtiggehenden Hype in den USA, der nun auch auf Europa überschwappt.

 

Bei dieser Diät wird weitgehend auf Kohlenhydrate verzichtete und stattdessen auf eine fett- und proteinbasierte Ernährung umgestellt. Neben einem massiven Gewichtsverlust soll sie auch viele therapeutische Eigenschaften haben und etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen, gegen Krebs, Parkinson und Alzheimer wirken und sogar Pickel verhindern.

 

Allerdings werden die meisten Erwachsenen dieser Diät schnell überdrüssig, weil ein Leben ohne Kohlenhydrate auf Dauer nur sehr schwer durchzuhalten ist. Das Nachrichtenmagazin «U.S. News» kürte sie unter anderem aus diesem Grund kürzlich gar zur schlechtesten Diät 2018.

Gerald Grandl ist Ernährungs-Physiologe am Helmholtz Zentrum München für Diabetesforschung und Übergewicht. Er erforscht die ketogene Diät und versucht zu verstehen, was dabei genau im Körper passiert. «Sie ist dem Fasten ähnlich. Der Unterschied besteht darin, dass man trotzdem essen kann und sich so ein Sättigungsgefühl einstellt», sagt Grandl.

 

Die Diät verlangt, dass man nicht mehr als 5 Prozent des täglichen Kalorienbedarfs aus Kohlenhydraten deckt. Weitere 25 Prozent stammen aus Proteinen. «Der Grund für die Proteinzufuhr liegt darin, dass von Fett allein niemand satt wird. Zudem sind Proteine wichtige Baustoffe für den Körper», sagt Grandl. Die restlichen 70 Prozent werden von Fetten und Ölen gedeckt. Demnach besteht ein Tagesmenu beispielsweise aus Fisch, Fleisch, Avocado, Butter, Käse, Gemüse, Eiern und Nüssen.

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A forest full of arsonists

Eucalyptus is the most dangerous tree in the world. The entire plant is pumped with highly flammable oil. This is one reasons for the current megafires in Australia.

In Australia, the largest forest fires in fifty years are raging. The causes include persistent drought and, possibly, incorrect forest management. However, there is another reason for which an entire continent is on fire. This is the eucalyptus – probably the most dangerous tree species in the world.

 

The eucalyptus' species number around six hundred and make up the largest part of the Australian tree population. This is not a coincidence as these trees get rid of their competition using a brutal element: fire.

 

It sounds bizarre, but eucalyptus plants do everything they can to burn their forest. The most drastic measure is the production of tons of eucalyptus oil. The whole continent smells of it. In fact, they produce so much that the oil evaporates from the leaves and spreads in the air as a bluish mist, which is the reason behind the name given to the 'Blue Mountains' west of Sydney.

 

This essential oil has it all. Its most prominent characteristic is that it is more flammable than diesel. Imagine a Swiss beech tree when its leaves are sprayed with fuel – a spark is enough for the whole tree to become an oversized torch.

 

"Originally, eucalyptus oil [was] probably developed as a defence against predators such as beetles and caterpillars", says Michael Kessler, botanist and scientific director at the botanical garden at the University of Zurich. The oil is toxic to most animals and – in quantities beyond a few drops – to humans. A few animals, including the koala, have adapted to the toxins in the course of their evolution and can eat the leaves. "Presumably, the eucalyptus additionally enriches the essential oil to further fuel any fire", says Kessler.

 

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Ein Wald voller Brandstifter

Eukalyptus ist die gefährlichste Baumgattung der Welt. Denn die Bäume sind voll mit hochbrennbarem Öl gepumpt. Mit ein Grund für die gegenwärtigen Mega-Waldbrände in Australien. 

In Australien wüten gerade die grössten Waldbrände seit den letzten fünfzig Jahren. Zu den Ursachen zählen die anhaltende Dürreperiode und allenfalls ein falsches Waldmanagement. Aber es gibt noch einen weiteren Grund, warum ein ganzer Kontinent in Flammen steht. Es ist der Eukalyptus – die wohl gefährlichste Baumgattung der Welt.

 

Sie besteht aus rund sechshundert Arten. Diese machen den grössten Teil des australischen Baumbestandes aus. Das ist kein Zufall. Denn diese Bäume entledigen sich ihrer Konkurrenz mit einer brachialen Methode: Feuer.

 

Es tönt bizarr, doch Eukalyptus tut alles dafür, um seinen Wald abzufackeln. Die wohl drastischste Massnahme dazu ist die Produktion von Unmengen von Eukalyptusöl. Der ganze Kontinent riecht danach. Es ist so viel, dass das Öl von den Blättern verdunstet und sich als bläulicher Nebel in der Luft ausbreitet. Dieser war für die «Blue Mountains» westlich von Sydney sogar namensstiftend.

 

Dieses ätherische Öl hat es in sich. Seine wichtigste Eigenschaft ist, dass es leichter entzündlich ist als Diesel. Man stelle sich eine Schweizer Buche vor, deren Blätter mit Kraftstoff besprüht sind. Ein Funke genügt und der ganze Baum wird zur überdimensionierten Fackel.

 

«Ursprünglich hat sich das Eukalyptusöl wohl als Abwehr gegen Frassfeinde wie Käfer und Raupen entwickelt», sagt Michael Kessler, Botaniker und wissenschaftlicher Leiter am Botanischen Garten der Universität Zürich. Das Öl ist giftig für die meisten Tiere und in Mengen jenseits von ein paar Tropfen auch für uns Menschen. Wenige Tiere, darunter der Koala, haben sich im Laufe ihrer Evolution an die Gifte angepasst und können die Blätter verzehren. «Vermutlich reichern die Eukalypten das ätherische Öl aber noch zusätzlich an, um ein allfälliges Feuer zu verstärken», sagt Kessler.

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Die Physik des guten Lebens

Peter Gschwend ist Inhaber einer Nudelmanufaktur. Dort wird alles noch von Hand oder mit analogen Maschinen hergestellt. Computer, Handy und E-Mails haben hier nichts zu suchen. Dafür aber gibt es ganz viel Zeit, um zu leben.

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Wolkenlabor

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Erektionsstörungen können Leben retten

Das Thema Erektionsstörung wird langsam von seinem Status als Tabu befreit. Immer mehr Männer gehen zum Arzt, wenn Beschwerden auftreten. Das ist gut so. Denn schlaffer Penis kann ein Anzeichen einer drohenden Herzkreislauferkrankung sein. 

Die Erektionsstörung ist eine Krankheit, über die Männer nicht gerne sprechen. Sie ist schambehaftet, weil sie diesen Urwert der Männlichkeit – die Standhaftigkeit – in Frage stellt. Doch nun zeigen neue Daten, dass es sich doppelt lohnt, sein Schamgefühl zu überwinden und bei auftretenden Erektionsstörungen sofort zum Arzt zu gehen. Denn in vielen Fällen ist sie ein Indiz für weitere schwerwiegendere Erkrankungen des Herzkreislaufsystems. Das heisst, wer seinen erschlafften Penis behandeln lässt, rettet nicht nur sein Selbstwertgefühl, sondern unter Umständen auch sein Leben. 

 

Dies belegt eine Studie des Gefässspezialisten Nicolas Diehm vom Zentrum für Gefässmedizin in Aarau. Seit mehreren Jahren behandelt er zusammen mit dem Urologen Martin Schumacher Patienten mit einer Erektionsstörung. «Bei einer Erektion muss mehr Blut durch die Arterien in den Penis als wieder durch die Vene hinausfliesst. Dann wird er hart.» Wenn jedoch die zuführenden Arterien durch Ablagerungen verengt sind, bekommt der Penis nicht genug Blut für eine volle und andauernde Erektion. In der Folge bleibt er nur halb erigiert oder er erschlafft während des Sex frühzeitig. Bei 40 Prozent aller Patienten liegt eine Arterien-Verengung zu Grunde.

 

Um den Blutfluss wiederherzustellen, setzt Diehm an der verengten Stelle einen so genannten Stent ein. Das ist ein röhrenförmiges Metallgeflecht, das die verengten Wände der Arterie von innen nach aussen drückt und sie offen hält. Dadurch kann das Blut wieder ungehindert fliessen. Dieses Verfahren wird schon lange bei verstopften Herzkranzgefässen oder Beinarterien angewendet. Der Einsatz von Stents bei Erektionsstörungen ist hingegen neu und wird weltweit erst von einer Handvoll Ärzten praktiziert. 

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Die coolsten Experiment aus den 60er Jahren

Atlant&Arin: Reise in die Mikrowelt

Unterhose macht Bodenlebewesen sichtbar

2. Staffel von Atlant&Arin

Globi führt durch die Gartenvielfalt

Ein neuer Schaugarten in Dietikon zeigt, wie sich Gärten ausschliesslich mit heimischen Pflanzen gestalten lassen. Warum das wichtig ist, erklärt Globi in einem Parcours. Wer beispielsweise einen Kirschlorbeer pflanzt, könnte gerade so gut einen Strauch aus Plastik setzen. Er ist für unsere Insektenwelt komplett wertlos, weil seine Blätter für Schmetterlingsraupen und Co. ungeniessbar sind. Auf dem Globi-Parcours machen die Kinder Experimente, kleine Forschungsprojekte und Spiele zum Thema invasive Pflanzenarten. 

Webseite des Schaugartens